Katar 2022: Der ultimative Ratgeber für Reisende zur Fußball-WM

Wohl kaum eine Fußball-Weltmeisterschaft sorgt für so viel Diskussionsstoff wie die in Katar, die im Jahre 2022 stattfinden soll. Phasenweise gibt es immer wieder Diskussionen, ob sie dort überhaupt stattfinden wird oder doch noch eine Entscheidung dagegen erfolgt. Ausgegangen vom Stand jetzt wahrscheinlichsten Fall – nämlich, dass sie in Katar stattfinden wird – folgen hier Tipps für fußballinteressierte Reisende.

Nach Katar fliegen oder fahren?

Normalerweise erübrigt sich diese Frage, wenn man die Entfernung zwischen der Hauptstadt Katars, Doha, und der deutschen Hauptstadt Berlin betrachtet: Knapp 6.000 Kilometer. Ein Auto kommt wohl kaum in Frage, denn auf dem kürzesten Weg liegen Bürgerkriegsländer und diktatorische Regimes. Dementsprechend ist der Flug mit knapp sechs Stunden Dauer die allerwahrscheinlichste Option.

Ganz abenteuerlustige Personen können allerdings splitten und zumindest einen kleinen Teil der Strecke mit Auto fahren. So lassen sich auf dem Weg nach Katar interessante Länder und Sehenswürdigkeiten erkunden. Istanbul ist eine Reise wert genauso wie bei einem Umweg Ägypten mit seinen Pyramiden oder Turkmenistan mit dem „Tor zur Hölle“.

Was sollen Reisende mitnehmen?

Die Kleidung spielt hier die zentrale Rolle. Denn obwohl die Weltmeisterschaft im November und Dezember stattfindet, herrschen in Katar sommerliche Temperaturen. Mit 25 bis 30 Grad Celsius wird zu rechnen sein. Es ist also auf eine sommerliche Garderobe Wert zu legen und auch die Sonnencreme ist eine sinnvolle Mitnahme.

Obwohl die Gesetze bezüglich der Frauen streng sind, müssen sich Ausländerinnen hier keine besonderen Gedanken machen. Damit ist gemeint, dass reisende Frauen selbstverständlich nicht gezwungen sind, komplett verschleiert umherzulaufen. Auch Hotels und Bars zu betreten, ist weiblichen Urlaubenden gestattet. Dabei hat man grundsätzlich auch keinerlei komische Blicke zu erwarten.

Wie ist die Mobilität im Wüstenstaat?

Die Mobilität weicht in Katar kaum von einer klassischen deutschen Stadt ab. Für einen WM-Ausrichter gibt es wohl hier und da etwas zu bemängeln, aber im Großen und Ganzen kommen Reisende gut und vielseitig voran. Zum einen gibt es Taxis und Busse. Zum anderen besteht die Möglichkeit, sich einen Leihwagen zu mieten. Allerdings ist zu der WM-Zeit häufig mit Stau zu rechnen.

Fein kompensiert wird die Tatsache, dass die Mobilität hier und da zu wünschen übrig lässt, dadurch, dass die Spielorte allesamt nah beieinander liegen. Allein in der Hauptstadt Doha befinden sich vier der acht Stadien, in denen die Spiele ausgetragen werden. Von daher ist im Prinzip nur darauf zu achten, dass das Hotel in der Hauptstadt gelegen ist. Damit ist man dann meistens für alles gerüstet.

Was spricht bei den vielen Negativ-Schlagzeilen für Katar?

Leugnen lässt es sich nicht: Katar macht durch die vermeintliche Unterstützung terroristischer Gruppierungen sowie die schlechten Arbeitsbedingungen und die allgemeine politische Situation negativ auf sich aufmerksam. Wieso sollte man trotzdem dort hin? Ganz einfach: Man kann sich selbst von allem überzeugen und einen persönlichen Eindruck gewinnen. Wer dies tut, wird feststellen, dass Katar ein Land voller beeindruckender Gegensätze zwischen Tradition und Moderne ist und eine sonnige Abwechslung zum oft trostlosen Winter Deutschlands darstellt.

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